Es ist ihre schier unfassbare Größe, mit der die Istiqlal-Moschee im Herzen Jakartas nicht nur gläubige Muslime, sondern auch Touristen und bedeutende Persönlichkeiten aus aller Welt in ihren Bann zieht.

Als Symbol der 1949 erlangten Unabhängigkeit von der indonesischen Regierung in Auftrag gegeben, entsteht mit ihrer Fertigstellung und feierlichen Eröffnung am 22. Februar 1978 die größte Moschee Südostasiens. 120000 Gläubige finden hier seitdem Platz zum Gebet.

Damit zählt die Unabhängigkeitsmoschee, wie ihr übersetzter Name lautet, zum religiösen Zentrum der Hauptstadt Indonesiens. Etwa 90 Prozent der indonesischen Bevölkerung gehören dem islamischen Glauben an. Doch auch Nicht-Muslime sind in dieser riesigen National-Moschee gern gesehene Gäste. Der Besuch ist für Jedermann kostenfrei.

Ausländische Besucher werden in der Regel von englischsprachigen Gästebetreuern vor Ort in Empfang genommen und mit den religiösen Gegebenheiten vertraut gemacht.

Unabhängigkeitsmoschee Jakarta
Die Istiqlal-Moschee in Jakarta auch Unabhängigkeitsmoschee bietet bis zu 120’000 Gläubigen Platz und ist damit die grösste Moschee in ganz Südostasien.

Wie in allen muslimischen Gotteshäusern wird auf eine angemessene Kleidung großen Wert gelegt. Dabei sind zumindest Kopf, Schultern und Knie bedeckt zu halten, außerdem müssen die Schuhe vor Betreten der Moschee ausgezogen werden. Diese können an einem eigens dafür eingerichteten Schalter abgegeben werden, wobei alles sehr organisiert abläuft und ein Verlorengehen der Schuhe trotz des großen Andrangs nicht zu befürchten ist. Natürlich stehen für Touristen auch passende Gewänder zum Ausleihen und Umkleideräume bereit. Kein Interessierter soll aufgrund seiner Garderobe wieder umkehren müssen.

Mithilfe von Leuchttafeln ist der Weg zu den verschiedenen Räumlichkeiten der Moschee leicht zu finden. Im Inneren angekommen, setzt sich dieselbe schlichte, moderne Architektur fort, welche manch Besucher bereits von Außen überrascht. Im Gegensatz zu den meisten anderen Moscheen oder buddhistischen Tempeln in Jakarta ist die Istiqlal-Moschee sehr schlicht gestaltet.

Blick auf die indonesische Hauptstadt Jakarta. Im Vordergrund die monumentale Unabhängigkeitsmoschee Istiqlal Moschee.

Auf Verzierungen oder bunte Dekorationen wurde weitestgehend verzichtet. Dem Besucher eröffnet sich auf diese Weise ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit in der ansonsten sehr belebten Stadt. Anwesende sollen sich hier vollkommen auf ihr Gebet konzentrieren und innehalten können.

Umso beeindruckender kommt die enorme Größe der Gebetshalle zur Geltung, dessen gewaltige Kuppel von zwölf Säulen getragen wird. Der Raum ist außerdem von mehreren Galerien umgeben, welche sich über vier Stockwerke erstrecken und somit einen guten Blick über die gesamte Innenanlage bieten.

An dieser Stelle lohnt es sich, eine Führung im Besucherzentrum der Moschee zu buchen, denn die Besonderheiten der Istiqlal-Moschee liegen etwas versteckt. Bei genauem Hinschauen, sind beispielsweise zahlreiche, kleine Schriftzeichen an den Wänden und am Rande der Kuppel zu finden, die Verse aus dem Koran zitieren.

Das Innere der grössten Moschee in ganz Südostasien.

Auch wurde beim Bau der Moschee viel Liebe zum Detail bewiesen und bedeutende Symbole und Ziffern berücksichtigt. So verweisen beispielsweise die Maße des Gebäudes oder die Anzahl der Eingangstore, Säulen und des Minaretts auf islamische Zusammenhänge sowie auf das Jahr der Unabhängigkeit.

Zahlreiche solcher kleinen Geheimnisse liegen auf diese Weise im Inneren der Istiqlal-Moschee verborgen. Diese zu entdecken und einmal hinter die Fassade dieses Giganten Jakartas zu blicken, macht einen Besuch lohnenswert.

Die Istiqlal-Moschee ist von 09:00 – 17:00 Uhr geöffnet.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here